Brustkrebs ade!

Das Leben hat mich wieder!

Mit tausend neuen Ideen für diesen Blog & mein gesamtes Leben, sowie unheimlich viel Elan für zukünftige Projekte, kehre ich – nach einer Woche Krankenhausaufenthalt und vollbrachter OP (somit überglücklich, da endlich wieder ohne den gemeinen „Störenfried“ in meinem Körper) – an meinen Mac-Arbeitsplatz in mein Grafikdesign-Studio zurück.

Meine erste Tat „wieder draussen“, bestand natürlich darin mir ein paar Blümchen zu kaufen. Wie schon in einem Post vom letzten Jahr erwähnt, empfand ich Chrysanthemen immer als Friedhofsblumen und wollte sie eigentlich nie in meiner Wohnung stehen sehen; seit einem Jahr hat sich das plötzlich geändert: Inzwischen schätze ich sie als besonders langlebigen und japanisch-anmutenden Blütentraum. Diese Sorte heißt „Inka“ und gefällt mir nicht nur wegen der stilvollen Farbgebung ganz besonders gut.

Ausserdem überraschte mich meine Schwester mit wunderbaren Geschenken zu meiner Rückkehr: Silberne Glaseulen, ein hübsches „Utensilo“ für Stifte & Kleinkram und eine wunderhübsche, nostalgische Karte (Mädchen mit Hund und viel Glitzer) inklusive ein paar wundervollen Zeilen an mich. Dazu ein Notizbuch mit einem selbst gezeichneten Titelbild und goldener Aufschrift „Genieße den Tag und bedenke dass Du sterblich bist“ (frei übersetzt). Meine Schwester machte mich darauf aufmerksam, dass der Zusatz „et memento mori“ meist einfach weggelassen wird und sie genau diesen besonders findet.

Seit meiner Krankheit ist mir sehr bewusst, dass wir meist in dem Glauben, noch ewig lange Zeit zu haben oft nicht im Augenblick – sondern mit dem Warten auf die großen, besonderen Dinge der Zukunft – leben. Und so die kleinen glücklichen Dinge in unserem Alltag verpassen, die eigentlich unser Leben ausmachen und wir umso mehr wertschätzen sollten; man weiß nie, wieviele davon noch kommen werden. Zu schade, um sie zu verpassen, weil wir uns mit den Wünschen für die Zukunft beschäftigen und damit die Augen für die kleinen Momente verschließen.

Ein kleiner, schöner Moment ist es auch, wenn ich genussvoll zu einer Tasse Earl Grey eine Praline im Mund zergehen lasse; ein Willkommens-Geschenk von meiner Mama, die meine Leidenschaft für Lindt-Pralinen kennt. Kauft Euch selbst eine Schachtel, esst jede einzelne Praline mit Bedacht und konzentriert Euch für diese Minute nur auf den wundervollen Geschmack auf Eurer Zunge. Ein zarter Moment des kleinen Glücks – einfach so, zwischendurch, weil ihr Euch was Gutes tun solltet …

 

7 Kommentare zu “Brustkrebs ade!

  1. Liebe Claudia,

    du hast wortwörtlich in’s Schwarze getroffen.

    Wenn es Chrysanthemen in dieser Farbe geben würde,
    ich glaub’ da würd’ ich glatt durchdrehen.
    Aber so weit sind die “Blumendesigner” noch nicht.

    Nichtsdestotrotz finde ich auch diese hellen pastelligen Farbtöne wunderschön.
    Kaum zu glauben bei meinem Farbgeschmack.

    Ganz liebe Grüße
    Siegi

  2. Liebe Claudia,

    der Gesunde hat tausend Wünsche,
    der Kranke nur einen.
    Ich freue mich für dich das der eine Wunsch in Erfüllung gegangen ist.
    Das ist mehr Wert als die tausend anderen Wünsche.

    Übrigens Chrysanthemen und zwar genau diese hier sind alles andere
    als Friedhofsblumen. Sehen nämlich fast wie Strahlendahlien
    frisch vom Designer aus. Einfach toll.

    Viele liebe Grüße und noch mehr Gesundheit

    Siegi

    • Lieber Siegi,
      vielen, vielen lieben Dank!
      Und ich freue mich, dass Du auch zu den Chrysanthemen-Begeisterten gehörst – aber das dachte ich fast schon!
      Fehlt nur noch diese Sorte in schwarz-violett-rötlich; ich glaube, das wäre dann Deine persönliche Lieblingsblume.
      Alles Liebe, Claudia

  3. Liebe Claudia,
    ich freue mich so sehr für dich zu lesen,
    dass du den Krebs bekämpft hast und es dir wieder gut geht.
    Ich wünsche Dir vom ganzen Herzen, das der Krebs für immer weg bleibt
    und du in der Zukunft Gesund bleibst.
    Alles Liebe
    Christin

    • Liebe Christin,
      tausend Dank für Deine Worte!
      Wenn man das Glück hatte noch nicht krank gewesen zu sein, wünscht man sich hunderttausend Dinge – auch viele materielle;
      wenn man eine Krankheit hatte, hat man das Glück zu erkennen, dass man sich nur Liebe & Gesundheit wünschen muss, um glücklich zu sein!
      Die allerliebsten Grüße, Claudia

  4. Johanna Riederer

    Liebe Claudia,

    über deine Zuversicht, jeden Tag genießen zu können, freue ich mich sehr und wünsche dir, dass all die Strapazen deiner Krankheit ein Ende haben. Danke für die Hortensien. Ich mag es, wenn sie mich den Winter über begleiten.

    Alles Liebe und Gute

    Hanni

    • Liebste Hanni,
      wenn ich draußen Dein Lachen höre, muss ich immer sofort Lächeln, weil Du so positive Wellen damit auslösen kannst. Ich bin so froh, dass es Dich gibt und Du immer in meiner Nähe bist. Auch wenn wir uns eine Zeit lang mal nicht begegnen, weiß ich, Du bist da … Und ich muss ja eigentlich nur bei Dir klingeln … ;-)
      Herzlichste Grüße, Deine Claudia

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