Wiede-Fabrik: Historischer Charme alter Industrieanlagen trifft Künstlerateliers und -werkstätten

Das Kunstjahr 2016 begann für mich wahrlich grandios mit der Jean Paul Gaultier Ausstellung und ging nun weiter mit den Offenen Ateliers der Winterausstellung 2016 in den ehemaligen Wiede-Acetylen-Werken. Eine historische, schon lange stillgelegte Fabrik, welche heute in ihrer Anlage vielen Künstlern Ateliers und Werkstätten zur Verfügung stellt. In vielen von ihnen blieb der Industrie-Charme in Form alter Fabrikations-Geräte erhalten und fügt sich so genial in das künstlerische Gesamtbild dieser tollen Location. Der Besucher wandert von einer verwunschen anmutenden Tür zur nächsten und wird bei jedem Öffnen von unterschiedlichstem Ambiente und Kunstwerken verschiedenster Couleur empfangen.

Mir sind bei unserem Besuch drei Künstler besonders aufgefallen: Claudia Grögler, Simon James und Valeska von Brase, die ich Euch jetzt hier gerne näher vorstellen möchte.

Wiede-Fabrik_Offene Ateliers 2016_Claudia Grögler

Das wohl bezauberndste Ambiente bietet in meinen Augen das Atelier von Claudia Grögler. Empfangen wird man bei ihr von warmer, heiterer Stimmung und Bildern, die dieses Gefühl noch unterstreichen. Sie selbst – eine attraktive, selbstbewusste Blondine in meinem Alter, mit viel Charme und Herzlichkeit – begrüßt die ins Atelier strömenden Besucher in Plauderlaune und angeregter Stimmung. Man fühlt sich von der ersten Minute an abgeholt und kann ihre Kunst so ohne jegliche Berührungsangst genießen. Mit Bildern wie „Essen mit Tieren“ (siehe mittleres Bild mit Menschen & Katzen) trifft sie bei mir thematisch natürlich ins Schwarze. Das Bild, das es mir am meisten angetan hat, war allerdings das Bild „Engel“ (ganz oben), mit diesem besonders „magischen“ Blick.

Wiede-Fabrik_Offene Ateliers 2016_Simon James

Ein Künstler, der bei mir gleichermaßen gut ankam, wie bei meinen beiden männlichen Begleitern, ist Simon James. Wir unterhielten uns sehr ausgiebig mit ihm und waren fasziniert, welche Präzision und auch handwerkliches Geschick hinter diesen tollen Kunstwerken steckt. Soviel ich das verstanden habe, liegen unheimlich viele dünne Farbschichten übereinander und werden mit verschiedenen Techniken (in einem langwierigen Schaffens-Prozess) dann wieder freigelegt. Im Original waren die Bilder ein echter Hingucker (leider bringen das meine kleinen Fotos nicht mehr ganz so rüber). Aber die nächste Sommer-Ausstellung in der Wiede-Fabrik kommt ganz bestimmt und so könnt ihr Euch von den Originalen überzeugen!

Wiede-Fabrik_Offene Ateliers 2016_Valeska von Brase

Ein ganz besonderes Künstleratelier ist auch das von Valeska von Brase. In erdigen Tönen empfangen uns hier die Räume und Werke der Künstlerin. Das Bild mit den warmen Kupferfarben ist mein absoluter Favorit unter allen gesehenen Bildern der Winterausstellung! Ebenfalls sehenswert sind hier die vielen alten Industrieanlagen (siehe auch Artikel-Aufmacherbild).

Überhaupt etwas ganz besonderes ist der Vintage-Stil der alten Wiedefabrik: In den meisten Ateliers steht ein (in der Winterausstellung) bollernder Ofen, die Leitungen liegen frei über dem Putz und die alten Holzböden spiegeln farbgewaltig die vielen Jahre in Künstlerhand wieder. Ich liebe diese Atmosphäre von einer Mischung aus vergangenen Zeiten und kreativer Moderne! Eine wirkliche Empfehlung an alle Münchner und drum rum wohnende! Die Sommerausstellung 2016 findet voraussichtlich im Juli statt. Schaut doch einfach für das genaue Datum (das momentan noch nicht feststeht) rechtzeitig auf deren Website!

Und zum Abschluss gibt es noch ein paar weitere Impressionen:

Wiede-Fabrik_Offene Ateliers 2016_Impressionen

Sternchen Claudia

2 Kommentare zu “Wiede-Fabrik: Historischer Charme alter Industrieanlagen trifft Künstlerateliers und -werkstätten

  1. Deine Kunst-Posts von besuchten Ausstellungen mag ich besonders gern!

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