Flohmarkt Theresienwiese 2016 und Überraschungsbesuch von Anja!

Mitte letzter Woche erreichte mich eine Email von Anja (Bloginhaberin von „Leben ist ansteckend„) mit der Bitte, sie am Samstag zum Markt mitzunehmen. Ihre beiden Männer (Ehemann & Sohn) wollten sie auf die BAUMA in München verschleppen und wie das bei Frauen eigentlich naturgemäß so ist, hatte sie nach Baggern und sonstigem Baugerät absolut kein Verlangen! Gefragt, riesig gefreut und sofort mit „ja, wahnsinnig gerne!“ beantwortet!

Meine Schwester freute sich auch, die Frau mit dem wunderbar geschriebenen „Achtsamkeits-Blog“ endlich kennenzulernen und umgekehrt war das Interesse an meiner „Mandala-Blog-Schwester“ auch groß! Wir waren somit also ein gutgelauntes Mädels-Trio, das sich vor lauter Schauen auf die vielen kleinen und großen Preziosen, die da vor uns ausgebreitet lagen, sofort aus den Augen verlor. Ein Hoch auf das Handy-Zeitalter. Früher hätten wir uns auf so einem riesigen Markt mit so vielen tausenden (?) Menschen wohl nie mehr wieder gesehen ;-)

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Nachdem jeder ausgiebigst gebummelt hatte, trafen wir uns wieder und lachten gemeinsam über unsere erstandenen Objekte! Anja hielt in ihren Händen einen alten damenhaft-country-mässigen Holz-Schirm mit einem schönen Griff, das Gestell eingefasst in grünen, dicken Stoff mit roten Streublümchen. Sie hatte sich sofort in diesen verliebt und zeigte uns aufgeregt ein kleines, golden aufgedrucktes Monogram, das ihr sofort ins Auge fiel und direkt zum Kauf animierte. Soviel zum Thema „Achtsamkeit“ für kleine liebevolle Details.

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Meine Schwester erzählte freudestrahlend, sie habe gerade einer kleinen Kuh ein neues Zuhause geschenkt … eine mittelgroße, handgearbeitete Krippenfigur hat sich auf den ersten Blick in ihr Herz geschlichen. Der dazugehörige Esel war leider schon verkauft! „‚Kulimuh’ wollte einfach von mir mitgenommen werden,“ erzählte sie uns – und, dass manche Gegenstände irgendwie „beseelt“ sind und man an diesen einfach nicht vorbeilaufen kann oder soll! Genau das empfinde ich auch des Öfteren. Vorallem bei Objekten, die schon ein „langes Leben“ hinter sich haben. Keine Ahnung was es ist, aber es umgibt sie eine Aura von positiven Schwingungen, die nur ein bestimmter Mensch spüren kann – und wenn man sie verspürt, sollte man das Ding in jedem Fall mit nach Hause nehmen!

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Ich selbst habe mir einen alten Eimer für unseren Garten geleistet ;-) und nachdem mein Mann für uns drei ein kleines „Eimer-Freudentänzchen“ vollführte, haben wir davon tatsächlich sogar ein Foto. Ein kurzes Filmchen wäre hier allerdings auch lustig gewesen! Aber das hätte er mir dann eh nicht erlaubt hier einzustellen … ;-))))) Seine Freude hielt allerdings nicht lange, da er das schwere Teil von da an über den Flohmarkt schleppen musste; der Arme.

Ebenfalls arm dran waren die Hunde in diesen Menschenmassen. Mich wundert, dass man von ihnen nicht öfter ein Wehklagen hört, wenn die großen Füße sie treten und sie manchmal mit ihren Leinen hängenbleiben, weil der Besitzer auch nicht schaut, wo er langläuft und ob sein Vierbeiner neben ihm überhaupt mitkommt. Unser alter Herr blieb daheim in seinem gemütlichen, kuscheligen Hundebett und als ich dieses Schauspiel sah, hatte ich diesbezüglich auch kein schlechtes Gewissen mehr, ihn ein wenig warten zu lassen.

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Wirklich schade, dass ich vor lauter „Mädelsratsch“ ganz vergaß, jeden von uns mit seinem „Lieblings-Stück“ zu fotografieren – das tut mir im Nachhinein jetzt echt leid! Aber man soll ja nichts Vergangenes bereuen; im nächsten Jahr werde ich bestimmt daran denken!

Nach dem Flohmarkt verbrachten wir noch 2 Stunden zusammen – in angeregtem Gespräch und viel Lachen in einem Schwabinger Café – bis Anja von ihrem sympathischen Mann wieder ins Auto nach Hause gepackt wurde. Ich freu mich schon auf nächstes Jahr! Und vielleicht sind meine Mädels auch wieder mit von der Partie. Hier könnt Ihr noch den Beitrag zum Theresienwiesen-Flohmarkt 2015 lesen!

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  1. Liebe Claudia,
    da wäre ich doch sehr gerne mit dabei gewesen :o)))))))))

    Ich denke auch…manche alten Dinge haben doch eine Seele…sie berühren…
    und oft sagen sie auch, dass sie doch gerne mitgenommen werden möchten.
    Leider hat mein Mann diesbezüglich aber auch gar kein Empfinden.
    Also gehe ich dann doch lieber mit Freundinnen….und die wissen schon ganz genau was Gerda so alles gefällt. Wenn wir so unterwegs sind schaue ich ja immer nach einer wunderschönen alten Rosendose. Ich möchte sie ja als Urne haben. (Man muss ja auf alles vorbereitet sein) :o))))) Also alles mit Lachen und einem Augenzwinkern natürlich!!!
    Also Du merkst….mit Freundinnen bummeln macht auch mir Spaß :o))!!!!

    Nun schicke ich Dir ganz, ganz viele liebe Grüße,
    und drück Dich mal aus der Ferne,
    Gerda

    • Liebe Gerda,
      wärst Du schnell mal auf einen Sprung in München, würden wir Dich jederzeit sehr, sehr gerne in unserer Mädels-Runde auf- und mitnehmen!
      Ja, es stimmt – Männer sind auf dem Flohmarkt eher als „Träger“ zu gebrauchen; nicht so sehr als „Einkaufsberater“. ;-)

      Also mit der Urne lässt Du Dir bitte noch ganz lange Zeit … ;-) Ich möchte Dich gerne noch persönlich kennenlernen! ;-)

      Drück Dich auch,
      allerliebste Grüße!
      Claudia

  2. Liebe Claudia,

    was hab ich mich grad gefreut, als ich Deinen Artikel gelesen habe… Du hast diesen wunderbaren, lustigen, besonderen und entspannten Tag sooo schön in Worte und Bilder gefasst :-))))) Hach, einfach ein großes DANKE! Auch für Eure Zeit… Unbezahlbar.

    Von Herzen
    Anja

    • Liebste Anja,
      es war für uns alle ein ganz besonders gelungener Tag!
      Ich freue mich schon auf das nächste Mal!

      Hab eine schöne Zeit bis dahin,
      ganz liebe Frühlings-Grüße,
      Claudia

  3. Da freue ich mich ja tatsächlich schon wieder aufs nächste Jahr Riesen-Flohmarkt! Obwohl ich nach dem Schlendern vorbei an all den vielen Sachen auch immer ganz kaputt bin vom Schauen. Unglaublich, dass all diese Gegenstände in zigfacher Menge nochmal bei uns allen zuhause rumstehen – was der Mensch produziert und anhäuft und dann wieder loswerden will! Der absolute Wahnsinn!

    Ich glaube, was man spürt, ist, ob ein Gegenstand noch mit Liebe und Hingabe gefertigt wurde oder nur noch Massenware ist. Nicht, dass industriell gefertigte Produkte nicht auch schön sein können, aber das Einzelstück, von Hand gefertigt, ist und bleibt eben etwas Besonderes! Deshalb hab´ ich mich unter all den vielen Gegenständen auch genau in einen verliebt: diese herzallerliebste Kuh.

    Eines muss ich noch bemerken, weil wir ja so gelacht haben und es wirklich ein unglaublicher Zufall war: Wir drei (eigentlich fünf) haben uns tatsächlich kurz vor der verabredeten Zeit alle wieder plötzlich an einem Fleck getroffen (ohne Handy)! Das habe ich besonders schön in Erinnerung :-)

    • Ging mir auch so, beim Anblick der Massen, die da verkauft wurden. Oft denke ich mir auch, da stehen schönere Sachen bei mir im Keller rum …

      Aber wir suchen ja immer, nach dem „einen“ kleinen, „beseelten“ Unikat – das wir dann mit uns nach Hause nehmen und für alle Zeiten in unser Herz schließen.

      Und stimmt, wir waren zu Fünft! Mein Begleiter Emmanuel vom letzen Jahr war natürlich wieder mit dabei, hat sich aber irgendwie vornehm im Hintergrund gehalten – weshalb ich diesmal kein einziges Foto von ihm habe. Er hat sich ebenfalls ein besonderes „Lieblingsstück“ mitgenommen; eine alte Schautafel mit essbaren Pilzen – zum Aufhängen für seine Küche! Schade, dass ich davon kein Foto habe! ;-)

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