Warum übt das Leben anderer solch einen Reiz auf uns aus?

Mein Morgen beginnt mit einem Milchkaffee im Bett und ein paar Minuten blöd vor mich hin schauen; meiner persönlichen Art von Meditation. ;o)

Was dann folgt, ist etwas, das ich eigentlich nicht möchte, mir aber so angewöhnt habe, weil der Reiz danach einfach zu groß ist!

Ich greife zu meinem Handy und sehe meine Sozialen Netzwerke durch. Freue mich, wenn sich irgendwas auf meine Posts getan hat und bin ein wenig enttäuscht, wenn es keine Reaktionen darauf gibt. Grauenvoll! Ich schüttle über mich selbst den Kopf! Ich hasse diesen Zwang in mir, dies zu tun! Kann ihm aber nicht widerstehen oder gar Herr werden.

Ich stelle fest: Ich beginne meinen Tag damit, mir die Bilder und das Leben der Anderen anzusehen.

Natürlich sind das zum großen Teil Menschen, mit denen ich zumindest in der Online-Welt Kontakt pflege und die ich wirklich mag – selbst wenn ich einige davon persönlich bisher nie kennengelernt habe: Katies Home, Leben ist ansteckend, FriedeFreudeTofukuchen, Mandalavision, Pfefferminzgrün, Syl loves, …
Angesichts dieser Tatsache gehe ich auch nicht zu hart mit mir ins Gericht, wenn ich sehr viele Stunden meiner kostbaren Lebenszeit am Rechner & dem Handy verbringe, anstatt in der realen Welt!

Und dann gibt es da Menschen, die ein Leben führen, das ich mir irgendwie selbst wünschte zu führen: Flora Bowley (Impressionen einer amerikanischen Künstlerin, die Kurse für intuitives Malen gibt), Erin Benzakein – Floretflowers (ein Blumentraum!) oder Evelin Chudak / Modern Hippie (die als Bloggerin erfolgreich lebt & arbeitet, wo es ihr beliebt z.B. auf Bali).

🎃"Hey girl hey! What do you think of my nails?" ❤️ #tbt

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Ganz zu schweigen von denen, die ein aussergewöhnliches Leben mit Tieren führen, was mir immer wieder einen unerfüllten Kindheitstraum vor Augen führt: Pumpkin The Raccoon oder JuniperFoxx (unbedingt reinsehen! Traumhafte Bilder für Tierliebhaber, wie mich!)

Ich sehe mir alle diese Leben an, träume ein bisschen vor mich hin, wie ich es auch haben könnte, merke dabei, dass ich ein wenig neidisch werde … dann schalte ich mein Handy wieder aus; mein Hund Brady schaut mich mit seinen Kulleraugen aus seinem Bettchen an und schnauft einmal ganz laut dabei … und siehe da, ich bin wieder in meinem eigenen Leben angekommen!

Es ist meine kleine Welt, bescheiden, ohne großen Luxus … ich kann mir meistens nicht das kaufen, was ich gerade gerne hätte, angefixt durch die Bilder in den Medien und der großen, reichen Welt da draussen … und ich erkenne: Mein Leben ist wunderschön, genau so wie es ist! Und so bescheiden ist es dann doch auch wieder nicht; die Armen dieser Welt posten die Fotos ihres Lebens nicht auf Instagram! Das sollten wir uns auch immer wieder ins Gedächtnis rufen!

Menschlicher Reichtum ist nichts,
was man mit Geld kaufen kann!

 

 

Nachtrag: Den vorigen Text schrieb ich gestern. Heute schlurfte ich missmutig in meine Küche, weil ich davon ausging mein Kaffee wäre aus … stellte mich geistig schon auf eine Tasse Tee am Morgen ein, welche ich Nachmittags bevorzuge … schaue doch mal so zur Sicherheit in meine Kaffeedose und lasse im nächsten Moment einen kleinen Jubelschrei los. Momentan schreibe ich diese Sätze, höre meine Kaffeemaschine brodeln und freue mich wie eine Schneekönigin auf meinen Morgen-Milchkaffee!
FAZIT: Reichtum ist einfach ein Kaffee am Morgen! Ein Hund der glücklich schnarchend neben mir liegt. Ein Mann, der immer an meiner Seite ist. Singende Vögel, denen ich durch mein Küchenfenster zuhöre … Frieden. Gesundheit. Wohlbefinden. Familie. Freunde. Lieben und geliebt werden!

  1. Hach Du Herz,

    ich musste gerade schmunzeln & dann habe ich ein ganz warmes Gefühl im Herzen gespürt… weil es so schön ist, dass ich Dich online UND auch echt in meinem Leben habe… Deine Ehrlichkeit, Dein aufrichtiger Blick auf`s Leben und Deine Art so ganz überhaupt sind ein Geschenk!

    … wunderschön geschrieben & beschrieben, … dieser innere Kritiker, der einem die wunderbaren kleinen Glücksmomente im Leben echt versauen kann ;-) Aber ich denke, Du hast ihn gut im Griff *grins*

    Bis bald… Deine Anja

    • Liebste Anja,
      ganz lieben Dank für Deine gefühlvollen Worte … freue mich sehr darüber!
      Und ich bin ebenfalls sehr glücklich Dich im realen Leben zu kennen!
      Wir sehen uns zum Theresienwiesen-Flohmarkt.
      Vielleicht gibt es ja dazu einen „Doppel-“ bzw. „Partner“-Post auf unseren Blogs – das wäre vielleicht mal lustig. ;-)
      Bis zum 22. April also!
      Alles Liebe & schöne Ostern, bis dahin! Claudia

  2. Liebe Claudia,

    warum übt das Leben anderer so einen Reiz auf uns aus? Gute Frage!

    Ich könnte sagen – reine Neugierde. Ist es aber nicht. Zudem würde ich lügen, ich lese auf sehr wenigen Blogs, besitze ganz bewusst kein Smartphone, ja nicht einmal ein Handy, aber – ich hab doch tatsächlich noch ein Festnetz und da werde ich auch angerufen. Ein Smartphone kommt mir erst ins Haus, wenn man nur noch damit bezahlen kann. Hat nix mit Geiz, Alter oder Ignoranz zu tun, das ist meine ganz persönliche Einstellung. Ich glaube nämlich, dass man mit den Teilen viel zu viel Lebenszeit verschleudert und es kommt nichts bei raus.

    Zum Lesen komme ich auf ca. 7 Blogs, deiner und Kristina`s Blog sind schon dabei. Zu mehr ist keine Zeit, d. h. zu mehr nehme ich mir keine Zeit. Deine Beiträge mag ich, weil sie so sympathisch geschrieben sind, nicht angeberisch. Das könnte ich nicht ab. Obwohl ich weder bei FB (da klingt mir immer noch M. Zuckerberg’s: Die Idioten geben mir alle ihre Daten?! im Ohr) noch bei Instagram oder gar DT’s Lieblingstwitter bin, lesen könnte ich da auch. Manchmal mache ich das auch und amüsiere mich. Außerdem bist du so ehrlich, das gefällt mir ebenso.

    Persönlich bin ich auch mit so wenig zufrieden, obwohl ich das nicht müsste. Eine gute Tasse Kaffee, manchmal Ciambellis (Riesenbiskuit, sizilianische), alle gesund, tolle Bücher um mich herum, herrlicher Garten, putzbares kleines Haus, Frosch im Teich und auch Molche, die stinkende Nießwurz als Hummelherberge und Naschbar, ziemlich gesund (alle) und letztendlich – ein alter zufriedener Kater. Freunde, die man ab und zu trifft. 50-70 Verwandte, die selten nerven (ich kann die nicht mehr zählen).

    Jetzt hör ich auf, denn sonst bist zu genervt.

    Euch allen ein schönes Osterfest!

    Herzliche Grüße, Edith

    • Liebe Edith,
      Du nervst mich doch nicht!!! Ich freue mich, durch Deine Kommentare ein wenig an Deinem Leben teil haben zu dürfen. Wo Du doch meines durch den Blog inzwischen so gut kennst. ;-)
      Wir sind hoffentlich viel im Garten an Ostern, so dass ich endlich mal wieder einen Gartenpost machen kann.
      Ich wünsche Dir und Deinen Liebsten (wie immer sind auch die Vierbeiner eingeschlossen), ebenfalls frohe Ostern & schöne Feiertage!
      Fühl Dich herzlichst gegrüßt, Claudia

  3. Johanna Riederer

    Guten Morgen, liebe Claudia,

    ich schaue auch jeden Morgen, bevor ich die Zeitung lese, bei dir vorbei und freue mich, wenn du etwas zu sagen hast. Wenn es lange Pausen gibt werde ich auch manchmal ungeduldig und überlege, hoffentlich geht es ihr gut. Ausserdem bin ich immer wieder von deinen Fotos begeistert. Also, wer ist nicht neugierig?

    Ich wünsche dir und dem Klaus und dem Brady ein fröhliches und gemütliches Osterfest ❣

    LG Hanni

    • Liebe Hanni,
      tausend Dank für die Ostergrüße. Da habe ich ja gleich ein richtig schlechtes Gewissen, dass ich in letzter Zeit garnicht so viel gepostet habe.
      Ich war sehr viel für meinen Kunstblog unterwegs und leider ging es Brady letzte Woche ganz schlecht. Gottseidank ist wieder Entwarnung! In nächster Zeit gibt es ganz bestimmt wieder mehr zu sehen im Schwesternwerk-Blog; es stehen einige schöne Ereignisse an!
      Frohe Ostern, Dir und Deinen Lieben,
      ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder persönlich!
      Liebste Grüße, Claudia

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