Worte, die ich immer öfter zu mir sage: Das hast Du gut gemacht!

Kennt Ihr eigentlich den neuen Song „GUT GEMACHT“ von Ella Endlich?

Ich bin ja kein Schlagerfan, aber wie langjährige Blogleserinnen von mir wahrscheinlich noch wissen, liebe ich ihr Lied „Küss mich, halt mich, lieb mich“ (vorallem zu dieser Jahreszeit, da dies doch der Soundtrack des Weihnachts-Klassikers „Drei Nüsse für Aschenputtel” ist (*klick zum Blog-Beitrag).
Vor Kurzem entdeckte ich dann diesen neuen Song und stellte ergriffen fest, wie lange ich es mir schon vorenthalte, mir selbst diese magischen Worte zuzugestehen: „GUT GEMACHT, Claudia“. Egal was die anderen sagen oder nicht sagen, über Dich denken oder von Dir wollen – „Du hast so vieles in Deinem Leben bisher wirklich gut gemacht!“

Regiert die Angst davor alleine zu sein Dein Leben?

Osho sagt in seinem Buch ANGST (das ich immer wieder lese und wirklich sehr empfehlen kann), dass wir alleine geboren und ebenso alleine wieder aus dieser Welt gehen werden und deshalb keine Angst davor zu haben brauchen, den Lebensweg in Liebe zu uns selbst zu wählen. Wir brauchen nicht ständig darüber nachdenken jemanden zu verlieren, wenn wir es in seinen Augen nicht gut gemacht haben. Wer bei uns bleiben will, der bleibt und geht an unserer Seite in Liebe seinen eigenen Weg. Begleitung ist das Einzige das uns gegeben wird, wenn wir es zulassen.

Ich stelle fest, ich lasse mein Leben immer noch zu oft von Ängsten leiten – arbeite aber gerade mit zunehmendem Erfolg daran dies zu ändern. Und mit meinen 48 Jahren und viel Erlebtem, weiß ich, wie wichtig das ist und dass ich keinen Tag mehr ohne die Umsetzung dieser Aufgabe vergeuden darf. Während meiner Krebs-Zeit hatte ich schon sehr viele dieser Dämonen besiegt, die heute wieder da sind. Ich wusste zu der Zeit, um was es wirklich geht im Leben! Und das habe ich wirklich SEHR GUT GEMACHT. Um so wichtiger mich wieder daran zu erinnern!

Denn die Stärke, die ich damals hatte, löst sich mittlerweile – drei gesunde Jahre später – immer wieder in watteweiche Angst vor (Alltags-)Dingen auf, von denen mir damals klar war, wo sie eigentlich hingehören. Nämlich in den Seelenmüll, von dem wir uns scheinbar nur während ganz schlimmen Krisen trennen können. Echte Angst hatte ich damals eigentlich nur davor, mir nicht mehr genug Zeit für die wirklich wertvollen Dinge in meinem Leben nehmen zu können … und diese haben ausschließlich mit dem Wort LIEBE zu tun.

FAKE-WORLD ADÉ! 

Wenn ich mir das Video so ansehe, fällt mir allerdings sofort (bis auf ein paar Ausnahmen) auf, welch schöne & erfolgreich aussehende Menschen dort wieder mal gezeigt werden. Diese lassen einen doch annehmen, das fehlende „Gut gemacht“ an sich selbst, gar nicht zu kennen. Doch diese Vermutung ist definitiv weit gefehlt. „Erfolgreich aussehend“ ist in diesem Zusammenhang das Stichwort. 

Es sieht vieles heutzutage glänzender aus, als die Realität tatsächlich hergibt.

Instagram ist doch die Fake-Show schlechthin (*klick zu meinem Blog-Beitrag)! Es wird uns heute so leicht gemacht unsere Optik virtuell auf Hochglanz zu polieren! Vielleicht gibt es da eine handvoll Menschen, die wirklich so leben oder so sind, wie sie uns präsentieren … das sind aber mit großer Sicherheit die wenigsten. Ich kann das anhand einiger persönlich bekannter Beispiele festmachen und repräsentativ für mich hochrechnen.
Die Frage, die sich mir dabei immer stellt: Warum haben diese Menschen, die doch so alles zu haben scheinen, dann überhaupt den unheimlichen Drang es nach außen hin so stark zu präsentieren? Warum brauchen sie es für ihr Selbst so dringend, sich die ganze Welt zur Fangemeinde zu machen und täglich ihre LIKES abzuholen??!

Folgende Fragen werden dabei in mir laut:
Gehe ich in Liebe meinen eigenen Weg?
In Liebe ja, aber meinen eigenen?

Brauche ich ständig Bestätigung von außen oder kann ich auch selbst mit meinem eigenen positiven Urteil über meine Leistung glücklich sein?

Liebe ich mich selbst genug, um meine Wünsche anzunehmen und für sie einzustehen, auch wenn es bei den Menschen, die mich lieben vielleicht gar nicht so gut ankommt?

Liebt man überhaupt, wenn man die Wünsche eines geliebten Menschen nicht gut heißen kann, in dem Moment in dem man merkt, dass sie nicht die eigenen widerspiegeln?

Eines steht für mich jedoch bei all diesen Gedanken fest: Die Liebe zu mir selbst wird mich auf meinem Lebensweg in wunderbarer Weise bis zum letzten Schritt tragen … niemals allein die Liebe eines anderen Menschen.

Deshalb sage ich jetzt noch einmal aus tiefem Herzen zu mir selbst – und wünsche mir, dass ihr es ebenso für Euch in Eure Herzen packt:

Gut gemacht!

 

4 Kommentare zu “Worte, die ich immer öfter zu mir sage: Das hast Du gut gemacht!

  1. Johanna Riederer

    Liebe Claudia, G U T G E M A C H T ! Ich bin ganz bei dir.

    Ich wünsche dir eine gemütliche Adventszeit und ein fröhliches Weihnachtsfest!

    Liebe Grüße Hanni

  2. Liebe Claudia,

    diesen Beitrag hast du sehr gut geschrieben!

    Nur kurz:
    Die Bedeutung der Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken finde ich total überbewertet. Hat man es nötig sich ständig darzustellen, um omnipräsent zu sein, alles aus seinem Umfeld zu veröffentlichen. Und um Likes etc. zu erhaschen. Meine Meinung ist, wer in sich ruht und mit sich zufrieden ist, der kann das sehr vorteilhaft auch lassen. Beruflich mag es anders sein. – Dagegen finde ich Beiträge, aus denen man lernen kann, durchaus sinnvoll. Ab und zu, völlig ok.

    Mir fällt schon länger auf, welche Oberflächlichkeiten den Leuten enorm wichtig sind. Wandelnde Bilderbücher, aufgespritzte Lippen, Permanentschmarren… Das tolle Essen auf dem tollen Teller etc.

    Wer sich selber mag, hat diese Präsenz gar nicht nötig. Und wenn man geliebt wird, dann bitte so wie man eben ist. Alles andere wäre doch Selbstbetrug. Ja, und eigene Wünsche darf man auch geltend machen und ausführen. Selber betrachte ich mich nicht als Permanentwunscherfüller von allen möglichen Leuten.

    Herzlichen Gruß, Edith

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