Einen wundervollen ersten Advent, liebe Freundinnen im Herzen!

Ich kann es kaum glauben, es ist schon wieder erster Advent – kann einfach nicht fassen, wie schnell die Zeit vergeht. Umso älter ich werde, umso rasanter dreht sich meine Welt und gefühlt auch meine innere Uhr. Sie tickt immer schneller und ich überlege mir tagtäglich, woran das liegt und mit welchen Mitteln ich es schaffen könnte, dies zu verhindern oder wenigstens das Tempo ein wenig rauszunehmen.
Als wir noch Kinder waren, konnten wir nicht erwarten, bis die 24 Tage zum Heilig Abend „abgelebt“ waren, wir alle Adventstürchen geöffnet hatten und endlich am Weihnachtsmorgen erwachten.
Früher diente der Adventskalender dazu sich an der weniger werdenden Resttage-Anzahl zu erfreuen; heute stelle ich einen Kalender auf, um mir vor Augen zu halten, dass ich jeden einzelnen Tag zu einem Guten machen möchte, zu einem „bewusst erlebten“!

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Jedes Jahr sammle ich die schönen Weihnachtskarten von Freunden und Familie, die den Geschenken an mich beiliegen. Die meisten wissen, wie sehr ich mich darüber freue und suchen auch immer wieder besonders hübsche für mich aus. Manche Menschen werfen diese schönen Papeterie-Artikel einfach mit dem Geschenkpapier in den Müll, wenn gelesen. Ich hingegen liebe Illustrationen und handschriftlich verfasste Kärtchen – sie sind für mich ein Teil des Geschenks und es würde mir das Herz bluten, diese einfach wegzuwerfen. So lege ich die gesammelten Karten jedes Jahr wieder in mein Schränkchen, stelle ein paar davon auf und öffne sie in einer ruhigen Minute, um noch einmal zu lesen, was mir meine Liebsten die letzten Jahre wünschten.

Ich erfreue mich eigentlich an jedem noch geschlossenen Türchen, weil hinter jedem einzelnen die Hoffnung steckt, das lang ersehnte Weihnachtsgefühl noch ein wenig länger genießen zu können; im schlimmsten Fall mit jedem Öffnen noch die Möglichkeit zu bekommen, es überhaupt zu fühlen, bevor wir an Heilig Abend vor den Geschenken sitzen und ich mich entsetzt frage, auf welchem Weihnachtsmarkt ich jetzt überhaupt gewesen bin und wo der gute Vorsatz Plätzchen zu backen auch in diesem Jahr wieder geblieben ist.

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Dieses Wochenende habe ich jedenfalls den Grundstein für eine schöne Adventszeit gelegt, indem ich schon mittags, trotz grauem Himmel – meinen Mann und Hund im Schlepptau – zum Christkindlmarkt am Chinesischen Turm spazierte, herrlichen Glühwein- und Mandelduft einatmete und in fröhliche Kinderaugen sah. Auf meinem Adventskranz erstrahlt nun die erste Kerze und ich bin dankbar für die Zeit, die vor mir liegt!

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Der Christkindlmarkt am Chinesischen Turm ist einer der Nettesten in München, finde ich. Bei Schnee noch hundertmal malerischer als in diesem Grau, dennoch immer bezaubernd. Für die Kinder gibt es eine Hütte, in der eine Oma in wunderbarem Ambiente Weihnachtsgeschichten vorliest und eine kleine Werkstatt, in der mit Holz gearbeitet werden kann – der Schreiner, welcher die Kinder dazu betreut, sieht zufällig aus wie die netteste Version des Weihnachtsmanns. Das alte Karussell, der hölzerne chinesische Turm und die Pferdekutschen gehören hier zum typischen Flair.

Habt eine schöne erste Advents-Woche, Ihr Lieben!

Sternchen Claudia

  1. Liebste Claudia,
    lustigerweise ist mir heut beim Großreinemachen (ich hab den grauen Tag für einen gescheiten Wohnungsputz genutzt ) -auch eins von deinen schön ausgesuchten und wunderbar geschriebenen Kärtchen in die Hände gefallen. Hab’s gleich zu meinem DIY-Adventskranz gestellt, da ich eh so wenig Weihnachtsdeko habe – und mich sehr darüber gefreut! Die Zeit vergeht echt so wahnsinnig schnell – umso mehr freut es mich, dass wir uns schon so viele Weihnachtskärtchen geschrieben (und aufgehoben) haben. ;-)
    Ich wünsch euch einen schönen, harmonischen Adventssonntagabend und freu mich, wenn wir uns hoffentlich ganz bald wiedersehen, wer weiß, vielleicht sogar am Chinaturm-Christkindlmarkt. ☺️
    Bussi, Birgit

  2. Liebe Claudia,

    hab deinen Bericht jetzt recht genossen. In manchem, das du schreibst, erkenne ich mich ja letztendlich auch wieder.

    Ein wenig hektisch war es bei mir die letzten Wochen, einiges – was man nicht vorhersehen kann, aber alles ok. Auf dem Weihnachtsmarkt in Ulm sind wir schon gewesen, letzten Freitag in aller Seelenruhe. Der Ulmer Weihnachtsmarkt ist ein schöner, und heute geht es hier im Städtchen Günzburg damit los. Ein feiner kleiner Markt!

    Die Weihnachtskarten für Australien und USA sind schon versandt, weil sie ja gerne vorher aufstellen. Die restlichen werde ich mit Genuss die nächsten Tage schreiben. Das ist bei uns Tradition. Meine Weihnachtsplätzchen (für die ganze Familie) habe ich diese Woche schon gebacken. Etwas, was ich nicht so gerne mache, aber …. Mit den ersten Freundinnen habe ich mich schon getroffen. Einige Briefe sind noch zu schreiben und dann.. kann’s wegen mir jingelbellen oder so. Wobei ich Chris Rea am liebsten mag.

    So, nun wünsche ich dir und den Männern eine schöne, unvergessliche Adventszeit, Edith

    • Liebe Edith,
      Deine Kommentare freuen mich immer sehr! Ich habe es noch nicht geschafft ein einziges Plätzchen zu backen … bin gespannt, ob ich es dieses Jahr noch auf die Reihe kriege. Möchten tu ich schon! ;-)
      Eine wunderbare Adventszeit für Dich und Deine Familie!!!
      Liebste Grüße, Claudia

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