Ganz ehrlich …

… ich habe keine Plätzchen gebacken; habe mich entschlossen, keinen Weihnachtsbaum zu kaufen, weil ich mir diesmal die viele Arbeit damit nicht machen möchte. Meine Weihnachtsstimmung hängt in diesem Jahr definitiv nicht von Äußerlichkeiten ab. Ich folge meinem Herzen und dieses sagt mir ganz eindringlich, es möchte viel Zeit mit seinen Liebsten verbringen.
Spaziergänge und Kuschelstunden mit meinem Mann und Brad (unserem Hunde-Senior), sowie schöne, besinnliche Stunden mit Familie b.z.w. Freunden, stehen auf der Wunschliste meines Herzens ganz oben! Wobei ich das Wort „besinnlich“ diesmal doppelt und dreifach unterstreichen möchte.

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Wer diesen Block verfolgt, weiß, dass mir extrem wichtig ist, anderen nichts vorzumachen. Ich finde es wirklich befremdlich, wenn Blogger immer nur in perfekt gestylten Welten residieren, die von morgens bis abends scheinbar nur darauf warten, fotografiert und zur Schau gestellt zu werden. Perfekte Menschen in perfekten Leben … das ist doch nicht echt!

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Und genau deshalb gibt es bei mir heuer keine glitzernden Weihnachtswelten auf meinem Blog zu sehen, sondern die Schönheit der Natur, in der ich mich zur Zeit am Liebsten aufhalte. Anstatt den gesellschaftlichen Vorstellungen von Weihnachten gerecht zu werden, lasse ich endlich Ruhe bei uns einkehren.

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Kein hektischer Geschenke- oder Lebensmittel-Groß-Einkauf vor Heilig Abend raubt uns diesmal die gewünschte Besinnlichkeit; unser Geschenk ist Freiheit!
Die Freiheit diesem Wahnsinn nicht Folge leisten zu müssen, einfach spontan tun zu können, was uns gerade in den Sinn kommt … und den Luxus genießen – anstatt selbst in der Küche zu stehen – einfach Essen zu gehen, wann uns gerade danach ist.
Ein Freund von uns sagt immer: „Wenn die stade (stille) Zeit rum ist, wird‘s wieder stad (still).“ Dieses Jahr wird es bei uns wirklich eine stade Zeit – und das ist mein schönstes Geschenk!

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  1. Was für ein Beitrag. Herz pur!! …. danke liebe Claudia. Mir tut ganz viel von dem Weihnachtsdings gut. Aber einfach deshalb, weil ich aus dem Weihnachtsland schlechthin komme *grins* Ich kann nichts dafür ;-) Is genetisch… Und trotzdem bin ich voll bei Dir… Wir alle sollten das tun, was uns guttut.. Ob es nun objektiv ins Bild passt oder nicht… ;-)

    • Bist halt eine zauberhafte Weihnachts-Elfe, liebe Anja! Und das ist gut so!
      Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein frohes Weihnachten mit ganz viel Weihnachtsdings und freue mich sehr, Dir nächstes Jahr irgendwann wieder persönlich zu begegnen!
      ❤️

  2. Johanna Riederer

    GM, liebe Claudia,
    genau so mache ich es auch und das Gedicht gefällt dir bestimmt auch:

    Lebe glücklich,
    werde alt,
    sei verrückt und
    bleib gesund!
    Spiele gern
    und tue oft
    was dich wärmt.

    Allerliebste Grüße
    Hanni

    • Meine liebste Hanni, ich hoffe wir sehen uns die nächsten Tage nochmal persönlich auf ein paar Worte … aber ich wünsche Dir jetzt schon ein glückliches Fest mit Deinen Lieben!
      Ich werde nicht vergessen zu tun was mich erwärmt!
      Das Selbe wünsche ich Dir auch!
      ❤️

  3. Liebe Claudi, was für schöne und wahre Worte zu diesem Fest aller Feste, welches häufig ja die schlimmsten Seiten der Menschen hervorkehrt.
    Schon 4 Wochen vorher mag ich gar nicht mehr in die Stadt gehen, weil alle so unglaublich hektisch und übellaunig sind, vor lauter Weihnachtsstress.
    Dabei soll doch gerade diese Zeit Ruhe und Freiden bringen. Aber weit gefehlt. Konsumterror und Kaufzwang bestimmen die letzten Wochen des Jahres.
    Ich versuche daher auch im Alltag immer mal wieder kleine, aber schöne Momente einzubauen. Einfach mal ein Kerze in der Kirche anzünden oder den Bläsern in der Fußgängerzone lauschen. Und wenn es nur ein paar Minuten sind.

    Ich wünsche dir und deiner Familie ein schönes Fest und einfach eine wunderbare, gemeinsame Zeit.

    Liebe Grüße von Constanze, die dir dieses wunderbare Gedicht von Horst Winkler noch da lässt.

    Das Fest der Hoffnung und des Lichtes
    Es rückt nun näher Tag für Tag
    Geborgenheit und Glück verspricht es
    Vertrauen, was auch kommen mag

    Legt ab die Hast, besinnt euch wieder
    Was dieses Fest im Ursprung war
    Es strahlte einst ein Stern hernieder
    Er leuchtet seitdem immerdar

    Er will uns wärmen, Hoffnung geben
    Und säen frohe Zuversicht
    In jedes Erdenmenschen Leben
    Vergessen wir die Botschaft nicht

    Vor lauter Jagd nach den Geschenken
    In Unrast und Geschäftigkeit
    Vor lauter kurzem Alltagsdenken
    Vor lauter Lärm und Heftigkeit

    Vor lauter Glanz und lauter Flimmer
    Und herrlichem Geschenkpapier
    Vor heimeligen Kerzenschimmer
    Vor lauter Fernsehspaß beim Bier

    Gedenket jener hier auf Erden
    Die auf der Schattenseite sind
    Der Alten, Schwachen, Ausgezehrten
    Der Mutter mit dem kranken Kind

    Auch jener, die mit Hass geschlagen
    In Rache die Erfüllung sehn
    Und die in Wahnsinnstaten wagen
    Sich an der Menschheit zu vergehn

    Lasst dieses Fest vor allen Dingen
    Ein Fest euch der Besinnung sein
    Und Frieden in die Herzen bringen
    Und mit ihm Kraft, um zu verzeihn

    • Liebe Constanze,
      ganz lieben Dank für das schöne Gedicht und Deine einfühlenden Worte!
      Ich wünsche Dir und Deiner Familie eine wunderschöne Weihnachtszeit, ein frohes, friedliches Fest!
      ❤️

  4. Tonja Steiner

    Liebe Claudia….
    ich bin ganz bei dir.
    Wir fahren morgen früh mit unseren Hunden und unserem Wohnwagen für 2Wochen an die Ostsee und lassen die Seele baumeln ❤

    Wünsche dir und deinen Lieben ein besonders besinnliches und entspanntes Weihnachtsfest

    Alles Liebe Tonja

  5. Liebe Claudia,

    da mag ich dir 100%ig zustimmen. Wir haben das eigentlich seit Jahren so gehalten wie du es so schön beschreibst. Die Tochter hat immer Weihnachtsdienst, weil Krankenschwester und keine Kinder. Der Sohn mit Familie verbrachte Weihnachten überwiegend seit Jahren in GB. Da waren wir nicht böse, im Gegenteil, wir haben es genossen, die Tage so verbringen zu dürfen wie du sie jetzt verbringen magst. In diesem Jahr haben sie uns einen Strich durch unser Weihnachten gemacht, aber das macht jetzt mal auch nix, da sind wir auch flexibel und es gibt ein Weihnachtsessen, das alle mögen und das eher bescheiden ist (ich hasse sogenannte Fressereien!).

    Allerdings besteht der Signore auf diversen Weihnachtsbräuchen, z. B. hat er schon auf der Terrasse den Baum aufgestellt und mit altem Schmuck versehen. Auch die sizilianische Krippe aus Caltagirone steht schön da, aber noch ohne Kind und Könige. Plätzchen habe ich längst gebacken, weil ich für die Kinder mitbacke, jedoch sehr im Rahmen. 19 Sorten bei mir? Da kann man lange warten. Die wenigen Geschenke sind verpackt, etwaige Post ist versandt. Stress war das für mich jetzt keiner.

    Aber zugegeben – ich freue mich schon jetzt auf den 2. Feiertag, weil ich da stundenlang spazierengehen werde, auch wenn es regnet oder schneit.

    Ein richtiges Weihnachtsgefühl, was immer das auch sein mag, kommt mir bei den jetzigen Weltzuständen wirklich nicht auf. Ich habe immer die Kinder vor Augen, die da mitten in diesem Irrsinn ausharren müssen.

    Dir und den deinen wünsche ich, dass ihr ein schönes Zusammensein haben werdet.

    Liebe Grüße, Edith

    • Liebe Edith,
      schön, dass Du Dich nicht so leicht stressen lässt; ich glaube, das hast Du Deiner reichen Lebenserfahrung zu verdanken! Ich wünsche Dir und Deinem Signore samt Familie glückliche, friedliche Weihnachten!
      ❤️

  6. Weihnachten ist soviel mehr als hektisches Geschenkekaufen.. wunderbar geschrieben :)

    • Liebe Andrea,
      willkommen auf meinem Blog. Ich glaube, dies ist der erste Kommentar, den ich von Dir lese.
      Auch Dir ein frohes Fest und herzlichen Dank für die schönen Worte! Ich freue mich sehr!
      Liebste Grüße, Claudia

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